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Gemeinde Balzheim
Geschichte

Die Ursprünge


900 Jahre Balzheim - das hört sich so an, als habe Balzheim im Jahre 1087 begonnen zu existieren, als habe irgendein Adliger gerade in diesem Jahr dort eine Burg hingebaut, als hätten irgendwelche Bauern sich zu diesem Zeitpunkt dort angesiedelt.

Dem ist natürlich nicht so, wie auch in den anderen vergleichbaren Fällen. Natürlich haben schon vor 1087 im Illertal, auf Balzheimer Markung Menschen gelebt.

 

Der Ortsname scheint heidnischer Herkunft zu sein, d.h. er ist vor der Christianisierung dieses Landstrichs im 7. Jahrhundert entstanden. Baldur, der Lichtgott der Germanen könnte dem Ort den Namen gegeben haben, wenn sich hier ein "Baldurshain" befunden hat. Auch die vier Eicheln im Wappen der Gemeinde weisen auf germanische Ursprünge zurück.

 

Erstmalig tritt am 2. Juni 1087 ein Heinricus de Baldesheim als Zeuge in einer Schenkung des Graf Burkart von Nellenburg auf. Er steht dabei direkt hinter Otto de Chirchberk (Kirchberg), so daß vermutet werden kann, daß Heinricus ein Dienstmann des Grafen von Kirchberg gewesen ist. Beide werden dabei als Vertreter des Hilargouve (Illergaus) bezeichnet.

Es findet sich auch eine noch um 4 Jahre ältere Urkunde, in der Heinricus auftaucht, aber wie gesagt, ein Ort entsteht nicht mit dem Zeugnis eines Herrn dieses Ortes.

 

Chuono de Baltesheim, wahrscheinlich Heinricus' Sohn, taucht dann zwischen 1110 und 1128 in verschiedenen Urkunden auf. Weitere Namensträger im 13. Jh. sind Burcardus de Baldisheim, Pilgrinus von Balisheim, D. de Balshain, Hainricus de Balzhaim und Arnoldus "subcustos dictus de Balzheim".

 

 

Herren im 13.-15. Jahrhundert


Mitte des 13. Jh. war die Herrschaft an die Grafen von Grünigen-Landau übergegangen. Deren Nachkommen verkauften 1281 ihre Burg "Balshain" an den Bischof Bruno von Brixen. Dieser war ein Bruder der Grafen von Kirchberg und so gelangte die Herrschaft Balzheim nach dem Tod Brunos an dessen Neffen Konrad von Kirchberg. Die Burg blieb so bis zum Ende des 15. Jh. in Besitz der Grafen von Kirchberg.

 

1490 wurde die Herrschaft Balzheim mit Ober- und Unterbalzheim, Sinningen, dem halben Kirchberg mit Gericht, Zwing, Bann, Fischenz, dem Kirchensatz, dem Halbertshof und der Holzmark Mittelbühl um 15500 Gulden an Walter Ehinger verkauft. Der neue Lehensherr der Ehinger, Pfalzgraf und Herzog Georg von Baiern, verlangte in seinem Lehensbrief von 1500 von Ehinger, binnen zwei Jahren eine Burg zu bauen. Dies muß bis zu Jahr 1504 geschehen sein, da hier Kaiser Maximilian I. Ehinger zugestand, ein Gefängnis auf Schloß Balzheim zu bauen

 

1539 wurde Hans Ehinger - Walter Ehingers Nachkomme - alleiniger Inhaber der Herrschaft Balzheim. Karl V. verlieh 1548 Hans Ehinger das Adelsdiplom, mit dem die Ehinger nun das Recht hatten, sich nach Schloß Balzheim zu nennen.

 

Fortsetzung folgt...

 

 

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